Soziales Lernen

Die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewußtem Leben in der Gemeinschaft und die dafür erforderliche systematische Vermittlung und Aneignung von Wissen über Normen, Werte und ethischen Handlungsmöglichkeiten gehören zu den Hauptanliegen des Unterrichtsprinzipes "SOZIALES LERNEN".

An der NMS Allhartsberg wird "Soziales Lernen" in der 5. Schulstufe mit einer Wochenstunde angeboten. In den weiteren Schulstufen wird dieses Unterrichtsprinzip vor allem in Form von Projekten integrativ und fächerübergreifend schwerpunktmäßig vertieft.
Es kommt darauf an, die Kinder auf der Grundlage ihrer Vorkenntnisse und persönlichen Erfahrungen altersgemäß auf die Bewältigung neuer Lebenssituationen vorzubereiten. 

Dazu bedarf es sozialer Kompetenzen:
  
Moralische Kompetenz:
Für die Entstehung von auffallenden Verhaltensveränderungen ist neben verschiedenen gesellschaftlichen Einflüssen eine Störung im Selbst (Ich-Schwächung) verantwortlich. Diese Persönlichkeitsstörung drückt sich aus in der Unfähigkeit, "sein Selbstwertgefühl zu regulieren und kontinuierliche Ziele und Ideale (...) als wert- und sinnvoll zu erleben." (Ladewig, 1981, S. 18) In diesem Sinne muss ein wesentliches Ziel von Primärprävention in der Schule der Aufbau von Ich-Stärke bei SchülerInnen sein.
 
Kognitive Kompetenz:
Unter dem Schlagwort "Lernen lernen" müssen Lernprozesse initiiert werden, die das "Wie" des Lernens in den Mittelpunkt des Unterrichts stellen. Es gilt, Kooperation zu fördern, die Fähigkeit zur Kommunikation einzuüben und konstruktives Konfliktverhalten zu trainieren.
 
Genusskompetenz:
Oft wird dieser Aspekt der Persönlichkeitsförderung vernachlässigt. Aber gerade im Sinne der Suchtprävention "ist die Fähigkeit zum bewussten, kritischen, aber auch lustbelebenden Umgang mit Konsumangeboten" (Hallmann, 1995, S. 7) zu erlernen.
 
Psychosoziale Kompetenz:
Soziale Lernprozesse verlangen Fähigkeiten wie:
Auseinandersetzung mit der eigenen PersönlichkeitHinterfragen des sozialen Beziehungsgefüges zu einem/mehreren Partnern,Reflexion eigenen Rollenverhaltens und ggf. Veränderungen,Artikulation eigener Bedürfnisse auch in Bezug auf Erwartungen anderer.